Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

auch die Oster-Feiertage liegen bereits wieder hinter uns und ich möchte mich zuerst bei all Jenen bedanken, die anlässlich unserer „Aktion Saubere Umwelt“ am letzten März-Wochenende zu den fleißigen Helfern gehörten. Unmengen von gesammeltem Haus- und Sperrmüll, bis hin zu Autoteilen, zeugen von der Unverantwortlichkeit derjenigen, die hier ihren Müll entsorgen. Wie dumm ist ein solcher „Müllbürger“ eigentlich, der sogar Dinge in der Landschaft entsorgt, die in die gelbe Tonne gehören? Und für diese zahlt er doch sowieso; abgesehen von der Gelegenheit auch mal ertappt zu werden und bei konsequenter Verfolgung durch den Landkreis auch einer empfindlichen Strafe entgegen zu sehen. Hierzu passt auch der immer häufiger werdende Vandalismus im öffentlichen Bereich. So zuletzt geschehen im Bereich einer Bushaltestelle in Groß Naundorf, einer gastronomischen Einrichtung in Annaburg, oder im „Park der Begegnung“ in Prettin.

Der in der letzten Stadtratssitzung benannte Ortsteilbeirat für Annaburg traf sich Ende März zum ersten Mal im Büro des Bürgermeisters. Zunächst einmal wurden allgemeine Dinge, wie Zuständigkeiten und Verfahrensweisen, besprochen. Gern habe ich diese Runde auch genutzt, um die Beiräte persönlich näher kennen zu lernen. Sehr wichtig war es auch Informationen, Sichtweisen und Ideen auszutauschen. Hierzu zählte insbesondere auch das Thema Spielplätze.
Diese sollen normalerweise die Bewegungsfreude von Kindern wecken. Auch sollen sie zum sicheren spielen und Ausprobieren anregen. Der, in der Züllsdorfer Straße befindliche, zu DDR-zeiten erbaute Spielplatz erfüllte diese Zwecke keinesfalls mehr, sondern barg eher ein erhöhtes Unfallrisiko für die auf ihnen spielenden Kinder. Instabile Verankerungen, Einfluss von Feuchtigkeit, fehlende Geländer, bzw. Einfriedungen, sowie bereits gerissene Metallrohre bedeuten unakzeptable Risiken für die Kinder.
Als Spielplatzbetreiber, ist die Stadt Annaburg für den sicheren Zustand der Spielplätze verantwortlich. Gefahren müssen erkannt und beseitigt werden. Gravierende Mängel erfordern in der Regel die sofortige Sperrung der Spielgeräte.
Zum besagten Spielplatz in der Züllsdorfer Straße muss erwähnt werden, dass sich dieser nicht auf einer städtischen Fläche befand. Einer Erneuerung von Spielgeräten oder eines ausstattungsmäßig sinnvollen Spielplatzes hätte ein Grunderwerb vorausgehen müssen. Die Grundstücke, welche das gesamte Wohngebiet umfassen liegen nicht im Grundbesitz der Stadt.
Anders, als teilweise in umliegenden Orten geschehen, wurden in der Kernstadt Annaburg die Prioritäten leider nicht im Bereich der Schaffung von Spielplätzen für unsere Jüngsten gesehen. Dies war ein klares Versäumnis in der Vergangenheit und wird sich ganz sicher ändern.
Anschaffungskosten von Spielgeräten, die erforderlichen Einzäunung, geforderten Sicherheits- und Fallschutzvorrichtungen, sowie Sitzgelegenheiten sind ein finanzieller Kraftakt, welcher sich in einem Bereich von etwa 30 – 40 T€ bewegen wird. Hierzu wurde ein Spielplatzneubau in Fördermaßnahme beantragt, wobei der Eigenanteil bei ca. 12 T€ liegen wird. Ein weiteres Kriterium ist die Standortwahl, die sich zentral auswirken sollte. Angedacht ist hier ein möglicher Bereich im weiteren Umfeld der Sekundarschule. Ebenfalls angedacht ist die Möglichkeit, über eingehende Spenden für einen Spielplatz, den Eigenanteil der Stadt mit zu finanzieren.
Noch einmal aufgreifen möchte ich den sicher gegebenen Bedarf im Bereich des Wohngebietes Züllsdorfer Straße. Vielleicht wäre es doch möglich auch von Seiten der Vermieter an Lösungsansätzen mitzuarbeiten.

In den kommenden Wochen und Monaten finden in allen Ortsteilen unserer Stadt wieder zahlreiche Stadt-, Heimat- und Vereinsfeste statt. Allen Akteuren wünsche ich gute Ideen, zahlreiche Besucher und ein gutes Gelingen.

Ihr Bürgermeister

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