Leitartikel des Bürgermeisters September 2011

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

mit dem Schulbeginn nach den Sommerferien konnte der Schulbetrieb der Grundschule Annaburg nach umfangreichen Umbau- und Instandsetzungsarbeiten im Innenbereich ordnungsgemäß wieder aufgenommen werden. In den Ferienwochen haben zahlreiche Firmen mit Hochdruck, hohem Koordinierungsaufwand und oft mit zusätzlichen Tages- stunden und Sonnabendsarbeit dafür gesorgt, dass das vorgegebene Ziel erreicht wurde. Insgesamt war ein Investvolumen von rund 700,- T€ abzuarbeiten, wovon ein großer Teil als Förderung aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ finanziert wird.  Zusätzliche Probleme entstanden durch die extrem hohe Luftfeuchtigkeit wetterbedingt während der Bauzeit. Wenn auch die Nassprozesse minimiert wurden, so konnte der Trocknungsgrad für Maler- und Fußbodenarbeiten nur mit Mühe durch den Einsatz von Trocknern erreicht werden. Die restlichen Arbeiten am neuen Treppenhaus und im Werkenraum werden in Kürze abgeschlossen sein und den Schulbetrieb nicht negativ beeinflussen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die an diesem anspruchsvollen Vorhaben konstruktiv mitgewirkt  und dafür gesorgt haben, dass der Schulbetrieb weitgehend uneingeschränkt nach den Ferien wieder aufgenommen werden konnte.

Abflussleistung des Neugrabens

Für die Ortslage Annaburg, aber auch die im Einzugsgebiet  des Neugrabens liegenden landwirtschaftlichen Flächen ist die uneingeschränkte Leistungsfähigkeit des Neugrabens, insbesondere bei Starkregenereignissen von ausschlaggebender Bedeutung. Die Situation im vergangenen Spätsommer und diesem Juli/August mit monatlichen Niederschlägen von über 250 % in Relation zu den durchschnittlichen Niederschlägen und starken Bewuchs im Grabenbett hat zu erheblichen Problemen an Grundstücken und landwirtschaftlichen Kulturen geführt.  Um dieser Problematik zukünftig besser begegnen zu können habe ich mehrere Gespräche mit Vertretern des Landesbetriebes für Hochwasserschutz geführt, der für die Unterhaltung zuständig ist. Zugesagt wurde, dass frühzeitig im Jahr eine Abstimmung zu Termin und Umfang der Unterhaltungsleistung zwischen LHW und Stadt durchgeführt wird. In Absprache mit dem Landwirtschaftsbetrieb und LHW wurde vereinbart, dass unterhalb der Ortslage die notwendigen Bearbeitungsstreifen freigelassen werden, um unabhängig von landwirtschaftlichen Kulturen die Beräumung mit Bagger zum erforderlichen Zeitpunkt durchführen zu können. Problematisch bleiben einige Abschnitte in der Ortslage, wo durch Bebauung oder Einzäunung nur mit Hand oder Mähboot der Bewuchs geschnitten werden kann. In diesen Bereichen ist eine ausreichende Wasserführung erforderlich, um das Material zu einem Punkt zu schwämmen, an dem es entnommen werden kann. Die sichere Lösung ist auch dort, die Zäune zurückzusetzen und den Maschineneinsatz zu ermöglichen. Das setzt aber die Akzeptanz und Mitwirkung der Grundstücksanlieger voraus.

Traditionshof Hohndorf

Für Leistungen des folgenden Bauabschnittes liegt seit kurzem der geänderte Fördermittelbescheid vor. Die Ausschreibungsunterlagen sind den Baufirmen zugesandt worden und in der nächsten Stadtratssitzung wird über die Vergabe entschieden. Mit dem Baubeginn ist Anfang Oktober zu rechnen.  Abhängig von der Witterung ist von der Fertig- stellung der Leistungen Ende März 2012  auszugehen.

Nachtragshaushalt

In der Stadtratssitzung am 22.09.2011 steht der Nachtragshaushalt zur Diskussion. Notwendig wurde dies, weil zum Zeitpunkt der Bearbeitung die Schäden nach dem Hochwasser in Löben noch nicht im Einzelnen bekannt waren und über deren Förderung keine Zusagen vorlagen. Unbekannt war zu diesem Zeitpunkt auch die Höhe der Kreisumlage, die erheblich höher ausfällt als im Vorjahr. Insgesamt kann der Haushalts- ausgleich noch erreicht werden, allerdings unter Einsatz der Rücklagen.

Erich Schmidt
Bürgermeister

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