Internationales Sommerlager in der Lichtenburg Prettin

Am Freitag, den 29. Juli 2011 um 14.00 Uhr werden die 14 Jugendlichen, die aus Moldawien, Lettland, Russland, Weißrussland, der Ukraine und Deutschland kommen, die Ergebnisse des internationalen Sommerlagers in der Lichtenburg Prettin der Öffentlichkeit präsentieren.

Bereits zum achten Mal beschäftigen sich die Schüler und Studenten zwei Wochen lang  am Ort des ehemaligen Konzentrationslagers Lichtenburg mit der Geschichte des Nationalsozialismus. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die Schicksale und Geschichten der Häftlinge, die aufgrund ihres politischen Engagements in der Lichtenburg inhaftiert waren. Neben Workshops, Führungen und der Arbeit mit historischen Quellen in der Lichtenburg ist eine Exkursion in die Gedenkstätte Roter Ochse nach Halle (Saale) sowie eine gemeinsame Fahrt nach Berlin Bestandteil des Programms. Die Mitwirkung an Forschungsarbeiten auf dem Gelände der Gedenkstätte und Grabungen auf dem Gelände komplettieren als praktische Teile die Projektwochen.
Bei den diesjährigen Grabungen sind bereits brauchbare Funde vorzuweisen. So wurden Teile einer Abfallgrube freigelegt und damit 80 Jahre alte Pläne des ehemaligen Häftlings Fritz Kleine bestätigt.
Das Camp wird alljährlich vom Verein Miteinander und der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste organisiert und durch den Leiter des Prettiner Büros der Gedenkstättenstiftung Sachsen-Anhalt  Sven Langhammer vor Ort unterstützt. Unterstützung erhalten die Jugendlichen aber auch auf kommunaler Ebene, vor allem durch Ortsbürgermeisterin Helga Welz, die sich für die Unterkünfte im Altersgerechten Wohnen, der Verpflegung im Jugendclub und für die Ausstattung mit Fahrrädern eingesetzt hat.

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