Ortsteil Prettin

Prettin, am östlichen Elbufer gelegen, gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten unserer Region. Der Ort wurde erstmals 965 unter den Ottonen mit dem Namen „Pretimi“ erwähnt. In dieser Zeit wurde eine heute als „Schlösschen“ bezeichnete Burg errichtet. Slawische Stammesverbände der Nizzi (Bewohner der Niederung) sind zu dieser Zeit nachweisbar.
Im ausgehenden 12. Jh. gehörte der Burgward den Grafen von Brehna. Diese historische Beziehung zeigt heute noch das Wappen der Stadt Prettin mit dem roten herzförmigen Seerosenblatt.

Der Antoniterorden errichtete im 14. Jh. eine Klosteranlage auf einer Weißdüne, daher der Name „Lichtenberg“.
Im Mittelalter gehörte Prettin zu den bedeutenden Städtegründungen entlang der Elbe zwischen Torgau und Wittenberg. Im Jahr 1334 wurde „Pryttyn“ das Stadtrecht urkundlich beglaubigt. Noch heute lässt sich der mittelalterliche Ortskern mit Wallgräben, Stadtmauer und Stadttor gut erkennen. In seinen Grundstrukturen blieb der Ort seit dem 16. Jh. unverändert. Die Reste der Stadtmauer und der letzte von einst drei Wachtürmen zeugen noch heute von der Wehrhaftigkeit.

Auf den Mauern des Antoniterklosters ließ Kurfürst August von Sachsen, Ende des 16. Jh., das noch heute bestehende Schloß Lichtenburg errichten. Das Schloß mit Schloßkirche und Domänenbauten diente als Witwensitz sächsischer Kurfürstinnen. Nach langem Leerstand wurde die Lichtenburg ab 1811 Zuchthaus. Über einhundert Jahre Strafanstalt brachte einige Veränderungen sowie Um- und Anbauten, welches auch der Grund zur Einrichtung eines der ersten Konzentrationslager von 1933 bis 1939 war. Sehenswert ist die im alten Stadtkern befindliche Altbausubstanz des 17. bis 19. Jh., das Rathaus sowie die Stadtkirche „St. Marien“ mit Altar um 1480.
Die Mitteldeutsche Kirchenstraße führt durch Prettin und mit der Gierseilfähre wird noch ein Übersetzen über die Elbe gewährleistet. Der Elberadweg grenzt an die Ortslage an.

Heute präsentiert sich unser Elbe- Ort mit Einrichtungen des täglichen Bedarfs sowie klein- und mittelständischen Handwerksbetrieben, mit Grundschule, Förderschule und Kindertagesstätte.

Im Ort bestehen mehrere touristische Anziehungspunkte. Das im Schloß vorhandene Museum bietet Besuchern einen interessanten Einblick in die Geschichte. Aber auch die Nutzung der Lichtenburg als Zuchthaus und die Einrichtung eines Konzentrationslager werden in der Gedenkstätte dem Besucher veranschaulicht.
Eine reizvolle Landschaft lädt Naturfreunde, Wanderer und Radler zur Ruhe und Erholung ein. Freizeitmöglichkeiten und Erholung bietet das Touristenzentrum. Für Angel- und Wassersport bestehen ideale Voraussetzungen an den Prettiner Seen. Neben zahlreichen Stellplätzen für Wohnmobile und Zelte werden Bungalows (auch behindertengerecht) auf dem Campingplatz angeboten. Eine Gaststätte sowie Kegelbahn stehen zur Verfügung.

Mit der Einrichtung eines Jugendclubs und Seniorentreffs sowie der Stadtbibliothek bestehen Angebote im Freizeitbereich.
Im Gemeinschaftshaus werden vielfältige Veranstaltungen wie Vereinsfeste, Diskos und Familienfeiern durchgeführt.
Für kulturelle und sportliche Vielfalt sorgen außerdem die im Ort bestehenden Vereine, so auch der Verein Wasserfreunde Prettin e.V. mit überregionaler Bedeutung. Großen und kleinen Pferdeliebhabern wird durch den Reit- und Fahrverein „Gestüt am Weinberg“ die Möglichkeit geboten, Pferdesport zu betreiben. Traditionell findet jährlich das Schloß- und Vereinsgartenfest statt.

Zur Förderung der Region engagiert sich Prettin im Städtebund Dübener Heide.

Ansprechpartner

Fabian Schauer
Liegenschaften, Pachten, Jagd/Jagdgenossenschaft, Dorfgemeinschaftshäuser, Straßenausbaubeiträge, Technischer Leiter für Bauhof, Fähre, Campingplatz
Zimmer: 14 - Rathaus Annaburg
Telefon: 035385 702-28
Fax: 035385 702-21
Zimmer: 216 - Rathaus Prettin
Telefon: 035386 702-26
Fax: 035386 702-34
Fax: 035386 702-21
 fabian.schauer(at)annaburg.de