Leitartikel des Bürgermeisters Juli 2011

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

am 19.06.2011 fand in Premsendorf in Anwesenheit von Frau Thiemann, Vertreterin des Landrates, dem Kreisbrandmeister, dem Stadtwehrleiter, Vertretern der Feuerwehrbereitschaft Bitterfeld und Zerbst, dem DLRG, dem DRK und dem LHW sowie den Wehren der Stadt Annaburg, von Kremitz und Einwohnern von Löben, Premsendorf und Purzien, eine Veranstaltung statt, bei der allen Helfern nach dem Hochwasser an der Schwarzen Elster gedankt wurde.

Der Hochwassereinsatz hat den Helfern viel Energie und Einsatzbereitschaft, und das über einen langen Zeitraum, abverlangt.

Am stärksten waren natürlich die Wehren und freiwilligen Helfer der direkt betroffenen Ortsteile belastet, aber nur durch den Einsatz der vielen Helfer, auch aus den anderen Ortsteilen und darüber hinaus, konnten die Schäden, bis auf eine Reihe von Grundstücken in Löben, in Grenzen gehalten werden.

Maßnahmen des Landesbetriebes für Hochwasserschutz

Im Auftrag des LHW sind in den letzten Wochen die Zufahrtswege zu den Elsterdämmen so befestigt worden, dass sie mit dem entsprechenden Fuhrpark befahren werden können, mit denen  das Deichvorland von Abflusshindernissen und Aufwallungen befreit werden soll, was in den nächsten Wochen erfolgen wird, nachdem bereits bearbeitete Probeflächen als Muster vorliegen.

Mit dieser Deichvorlandbearbeitung soll die Durchflussleistung deutlich erhöht werden, was bei gleichen Fließmengen zu niedrigeren Wasserständen führen wird.

Nicht zufrieden sind wir mit der Anzahl der Deichzufahrten. Nach unserer Auffassung ist oberhalb Meuselko im Bereich Annaburger Heide mindestens eine weitere Zufahrt erforderlich.

Die Planung für die Ertüchtigung einiger Deichabschnitte ist in Vorbereitung.

Dies betrifft den Abschnitt Premsendorf Brücke, Richtung Kremitz und von Kremitz bis Brücke Löben. In anderen Abschnitten sollen Untersuchungen zur Deichrückverlegung durchgeführt werden, was zeitlich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzuschätzen ist.

Ortsfeste

In den letzten Wochen fanden in Annaburg, Prettin und weiteren Ortsteilen von Vereinen oder über Ortschaftsräte organisierte Feste statt.

Vielfach wurden nicht nur eingekaufte Programme geboten, sondern mit viel Witz und Engagement von Gruppen, Vereinen, Schulen und Kindereinrichtungen ein abwechs-lungsreiches und unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt.

Neben Eintrittsgeldern und Zuschüssen der Stadt tragen vielfach Sponsoren und Spender zum unvermeidlichen Finanzierungsanteil bei. Hiermit sei allen, die zum Gelingen beigetragen haben, gedankt.

Gerade diese Veranstaltungen, und das auch schon bei der Vorbereitung, tragen zum guten Miteinander in der jeweiligen Ortschaft, manchmal auch ortsübergreifend, bei.

Schuleinzugsbereiche

Der Stadtrat hat sich in seiner letzten Sitzung mit den Schülerzahlen der zukünftigen Jahre der beiden Grundschulen in Annaburg und Prettin befasst.

Dabei konnte festgestellt werden, dass in zwei Jahrgängen die Schülerzahl der Grundschule Prettin zur Bildung einer Klasse knapp aber ausreichend sind.

Ein Bedarf für die Änderungen der Schuleinzugsbereiche ist damit nicht gegeben.

Neu in die Entscheidung wird dieses Thema nur kommen, wenn der Schulstandort durch sich verändernde niedrigere Schülerzahlen infrage gestellt würde.

Erich Schmidt
Bürgermeister

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